Benzoylperoxid Creme & Gel BPO Produkte gegen Akne

Die Benzoylperoxid Gel & Creme Produkte gegen Akne im Test: Die Viele Menschen leiden unter Pickeln. Bei den Betroffenen handelt es sich allerdings nicht nur um Teenager, sondern auch um Erwachsene. Egal, wie alt ein Mensch ist, Akne ist nicht schön und kann das Selbstbewusstsein eines Menschen stark beeinträchtigen. Es gibt viele Mittel auf dem Markt, die gegen Pickel helfen sollen.

Darunter ist auch Benzoylperoxid, kurz BPO. Es wird von vielen als neue Wunderwaffe gegen Akne gehandelt und bekommt vor allem im Internet sehr viel Lob und nur wenig Kritik. Doch was kann es wirklich und was sind die Nachteile?

Benzoylperoxid an sich

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10% sind meistens schon zu stark

Benzoylperoxid wird oft bei starker Akne empfohlen und geht gegen die Propionibakterien vor, die häufig die Ursache für Pickel sind. Eine besondere Rolle in den BPO-Molekülen spielt Sauerstoff und dieser hilft auch bei der Bekämpfung von Akne. Denn Sauerstoff hilft die Bakterien zu bekämpfen und damit auch Akne zu verringern.

Nach der Anwendung von Benzoylperoxid werden Verbesserungen schon nach ein paar Tagen sichtbar. BPO ist sehr fettliebend und wirkt daher auch schon in geringen Dosen. Es gibt Benzoylperoxid in Form von Cremes oder Gels.

Wie wirkt BPO?

Wenn BPO zum Beispiel auf der Gesichtshaut aufgetragen wird, wandert der Stoff direkt zu den Talgdrüsen. Auf dem Weg in die Talgdrüsen gibt Benzoylperoxid Sauerstoff ab. Propionibakterien mögen aber keinen Sauerstoff. Sie halten sich am liebsten dort auf, wo kein Sauerstoff ist.

Durch den zugetragenen Sauerstoff, werden die Bakterien gehemmt und vermehren sich nicht mehr. Können sich die Pickel verursachenden Bakterien nicht weiter vermehren, so entstehen weniger Pickel auf der Haut.

Laut verschiedener Studien verringert Benzoylperoxid die Bildung der Pickel verursachenden Bakterien und von Fettsäuren. Beides sorgt dafür, dass weniger Pickel entstehen und sich die Akne stark verbessert.

Anwendung von BPO

Wie schon erwähnt, gibt es BPO-haltige Cremes und Gels. Diese können in ihrer Benzoylperoxid Konzentration variieren. Eine starke Konzentration ist jedoch nicht unbedingt notwendig, da der Stoff schon in geringen Dosen sehr wirksam ist. Vor der Anwendung einer BPO-haltigen Creme oder eines Gels, sollte man die Haut gründlich reinigen.

So werden Hautfette und Verunreinigungen des Alltags abgetragen. Nach der gründlichen Reinigung kann man die Creme oder das Gel auftragen. Es muss dabei aber keine dicke Schicht aufgetragen werden. Danach muss der Stoff erst einmal einige Minuten in die Haut einziehen.

Dabei ist es wichtig, nicht ungeduldig zu werden, sondern dem Gel oder der Creme die Zeit zu lassen, die es braucht. Nachdem das Benzoylperoxid komplett eingezogen und getrocknet ist, sollte man seine Haut noch mit einer Feuchtigkeit spendenden Creme einreiben. Bei der Nutzung ist die Feuchtigkeitspflege sehr wichtig, da der Stoff austrocknende Wirkungen hat.

Vorteile

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3% reichen eigentlich immer

Einer der großen Vorteile von BPO, ist die antibakterielle Wirkung. Benzoylperoxid bekämpft Bakterien, genau wie ein Antibiotikum. Zwar kann ein Antibiotikum auch zur Bekämpfung von Akne verwendet werden, jedoch bilden sich bei längerer Anwendung Resistenzen gegen das Antibiotikum.

Bei BPO hingegen wurde noch keine Bildung von Resistenzen gegen den Wirkstoff entdeckt. Dies ist wohl der größte Vorteil von der Benzoylperoxid Behandlung, aber nicht der einzige. Außerdem wirkt es gegen Verhornungsstörungen. Verhornungsstörungen können bei sehr starker Akne häufig auftreten.

BPO bekämpft also nicht nur die Pickel, sondern auch die Folgeerscheinungen von Akne. Dazu kommt noch, dass Benzoylperoxid ebenfalls gegen Entzündungen vorgeht. Auch Entzündungen sind etwas, womit von Pickel betroffene Menschen häufig leben müssen. Ein weiterer Vorteil ist die gute Verträglichkeit.

Es gibt kaum Fälle, in denen allergische Reaktionen auftreten, aber auch hier kommt es oft nur auf die Dosierung an. Außerdem ist BPO in jeder Apotheke ohne Rezept zu bekommen und dazu noch vergleichsweise kostengünstig.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Behandlung mit Benzoylperoxid recht schnell anschlägt und schon nach wenigen Tagen eine deutliche Verbesserung der Akne sichtbar ist.

Nachteile

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Mit 5% kann man nichts falsch machen

Zwar hat BPO so einige Vorteile aufzuweisen, doch wie jede Arznei gibt es auch bei der Behandlung mit Benzoylperoxid  Nachteile. Diese Nachteile sollten vor der Behandlung überdacht und abgewogen werden. Zum einen besitzt BPO eine starke, bleichende Wirkung.

Das heißt, bei der Verwendung von Benzoylperoxid sollte man beim Umgang mit Textilien immer vorsichtig sein. Einige Menschen empfehlen sogar nur noch weiße Kleidung und Bettwäsche zu nutzen, da Farben durch den Kontakt sofort verblassen. Doch der starke, bleichende Effekt stellt sich nicht nur bei Textilien als Problem da, sondern auch bei Haaren.

Vorsicht ist also geboten. Des Weiteren ist BPO zwar in der Regel gut verträglich, aber vor allem zu Beginn der Behandlung können Rötungen, Juckreiz und Hautirritationen auftreten. Diese Hautreaktionen liegen aber meist nur an der falschen Dosierung und klingen ab, wenn die Benzoylperoxid Dosierung gesenkt wird.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Wirkung nur für die Dauer der Behandlung anhält. Das heißt, wird das BPO abgesetzt, so kommt auch die Akne wieder. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass das Benzoylperoxid während der Behandlung nicht mit Augen, Mund und Nasenschleimhaut in Kontakt kommt, da dies zu Reizungen führen kann.

Auch im Falle einer Schwangerschaft, sollte eine Behandlung mit BPO erst mit einem Arzt abgesprochen werden, um mögliche Auswirkungen auf das Baby zu vermeiden. Menschen die gerne feiern gehen und Nachtklubs besuchen, sollten außerdem wissen, dass Benzoylperoxid unter Schwarzlicht sichtbar wird.

Es ist daher ratsam, die behandelten Stellen mit Make-up abzudecken. Des Weiteren sollte zu viel Sonne und das Solarium gemieden werden.

Fazit

BPO wird zwar häufig als neue Wunderwaffe gegen Pickel angepriesen, jedoch sollte sich jeder Betroffene vor der Behandlung gut überlegen, ob die Vorteile, die Nachteile aufwiegen. Die Verwendung von BPO erscheint als eine bessere Lösung, als ein Antibiotikum, da sich bei Benzoylperoxid keine Resistenzen bilden.

Außerdem wirkt der Stoff da, wo die Pickel entstehen und sorgt dafür, dass sich die Propionibakterien nicht vermehren können. Des Weiteren hilft es auch noch mit Entzündungen und Verhornungsstörungen, die häufig durch schwere Akne entstehen.

Jedoch sollte der Umgang mit BPO stets von Vorsicht getragen sein und jeder sollte sich bewusst machen, dass die Akne zurückkehrt, sobald die Behandlung mit Benzoylperoxid gestoppt wird. Es bietet also keine dauerhafte Lösung an, sondern wirkt nur temporär. Davon abgesehen sind die BPO-haltigen Cremes und Gels aber rezeptfrei erhältlich und vergleichsweise günstig.