Teebaumöl gegen Pickel? Die Creme vom Teebaum

Hilft Teebaumöl gegen Pickel wirklich bei unreiner Haut? Bringt die Creme vom Teebaum wirklich die gewünschten Erfolge gegen Hautunreinheiten und Mitesser? Finden Sie es in unserem Artikel heraus.

Ursprung und Wirkungsweise

Ein gutes Teebaumöl bietet eine sanfte und alternative Behandlungsmethode bei Hautkrankheiten. Die Anwendung geht bereits auf die australischen Ureinwohner zurück und wurde später von den Einwanderern aus Europa entdeckt. Unter anderem wird das Öl bei äußerlichen Wunden, Entzündungen, Ausschlägen, Insektenstichen und eben auch gegen Akne und Mitesser eingesetzt.

Das Öl wird aus dem australischen Teebaum gewonnen. Bei der Herstellung werden die Blätter destilliert und so die ätherischen Öle, die Wirkstoffe der Pflanze, freigesetzt. Es wirkt sowohl antiseptisch als auch antibakteriell. Daneben fördert es die Wundheilung und wirkt gegen Pilzbefall. Verantwortlich für die Wirkung sind vor allem die Terpinene, hier insbesondere Terpinen-4-ol, und Cineol.

Alles in allem enthält das Öl circa 100 verschiedene Wirkstoffe. Gegenwärtig konnten noch nicht alle Wirkstoffe klassifiziert werden. Die Behandlung mit Teebaumöl gegen Pickel ist aufgrund der antibakteriellen Wirkungsweise oft erfolgreich: Mitesser entstehen häufig auf fettiger Haut.

Hautfett und Talg verstopfen die Poren und bieten einen idealen Nährboden für Bakterien, die sich dann an den betroffenen Stellen festsetzen und zu eitrigen Entzündungen führen. Das Öl trocknet die Haut leicht aus, sodass die Produktion von Talg und Hautfett reduziert wird. Es desinfiziert die betroffenen Hautstellen und tötet die Bakterien ab.

Daher hilft es dabei, Hautunreinheiten schnell und effektiv verschwinden zu lassen. Es wird auch gerne auch bei der Herstellung von kosmetischen Produkten wie Salben und Cremes verwendet.

Die Verwendung von Teebaumöl gegen Pickel

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Schon lange kein Geheimnis mehr: Es wirkt!

Teebaumöl kann zum einen in seiner reinen Form angewendet werden. Hierzu wird das Öl direkt auf die unreinen Stellen aufgetupft. Die Haut sollte dabei immer gereinigt und trocken sein. In reiner Form angewandt sollte das Öl aber wirklich nur auf einzelne kleine Stellen aufgetragen werden! Am besten verwendet man hierzu ein sauberes Wattestäbchen oder einen Wattebausch.

Die Finger sollte man nicht zum Auftupfen benutzen, da sich auf diesen wie allgemein auf der Haut immer Bakterien befinden, die die Behandlung kontraproduktiv beeinflussen können. Die effektivste Wirkung erhält man, wenn das Öl über Nacht auf die unreinen Stellen aufgetragen wird. Bei der Verwendung von reinem Öl ist darauf zu achten, dass bei einigen Hauttypen eine allergische Reaktion hervorgerufen werden kann.

Daher sollte das Öl zunächst nur probeweise an einer Stelle angewendet und die Wirkung abgewartet werden. Eine weniger intensive, aber auch sehr wirksame Anwendung ist es, einige Tropfen des Öls mit dem herkömmlich verwendeten Gesichtswasser oder der Creme zu mischen und aufzutragen.

Daneben sind auf dem Markt verschiedene Kosmetikprodukte wie Salben, Cremes und Masken auf der Basis von Teebaumöl erhältlich. Zwar haben diese Produkte den Vorteil, dass sie bereits auf Hautverträglichkeit getestet wurden, trotzdem gibt dies keine Garantie für die persönliche Verträglichkeit.

Einfache Kosmetikrezepte mit Teebaumöl

Ein Mischung aus einigen Tropfen Teebaumöl und Aloe Vera Gel oder Honig trocknet die Haut weniger aus und wirkt weniger aggressiv, sollte das Betupfen mit reinem Öl zu Hautproblemen führen. Eine wirksame Maske gegen Komedonen kann aus Heilerde oder Tonerdepulver (dann mit etwas Wasser bis zur streichfähigen Konsistenz anrühren) und einigen wenigen Tropfen des Öls selbst hergestellt werden.

Wegen der stark austrocknenden Wirkung sollten Gesichtsmasken aber maximal einmal wöchentlich angewandt werden. Es lässt sich auch ein effektives Peeling herstellen: Einige Tropfen des Öls mit 2 EL Zucker, 1 EL Olivenöl und einem Teelöffel Honig mischen und einige Minuten in die Haut einmassieren.

Wie bei den Gesichtsmasken gilt auch hier: Die Anwendung auf einmal die Woche begrenzen. Treten Hautunreinheiten nicht nur im Gesicht, sondern auch auf dem Rücken oder anderen Körperstellen auf, hilft es, ein paar Tropfen ins Badewasser zu mischen.

Risiken bei der Anwendung

Auch wenn es sich hierbei um ein natürliches Produkt handelt, sollten etwaige Nebenwirkungen bei der Behandlung nicht unterschätzt werden. Wie vorangehend bereits erwähnt, muss bei der Behandlung mit einer allergischen Reaktion der Haut gerechnet werden. Daher sollte die Behandlung in einer geringen Konzentration begonnen werden.

Besser als die Verwendung des Öls in reiner Form ist es daher, zunächst nur wenige Tropfen in gewohnte Kosmetikprodukte wie Gesichtswasser oder Reinigungsmasken zu mischen. Wenn keine Unverträglichkeit eintritt, kann die Dosierung langsam erhöht werden.

Ein weiteres Risiko ist die Anwendung in zu geringer Dosis. Dies kann zu Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika führen. Dieses Risiko lässt sich aber ausgrenzen, wenn beim Kauf auf die Qualität geachtet wird. Siehe hierzu unter „Tipps zum Kauf“.

Vorteile

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Viele sind ähnlich, jedoch einige billig

Bei Teebaumöl handelt es sich um ein reines Naturprodukt. Damit stellt es bei der erfolgreichen Bekämpfung von Akne eine Alternative zu künstlich hergestellten Produkten mit teilweise tierischen oder chemisch hergestellten Inhaltsstoffen dar. Die Anwendung des Öls ist leicht auf die persönlichen Bedürfnisse abzustellen.

Von der Anwendung des Öls in reiner Form bis zur mehr oder weniger konzentrierten Untermischung in die eigene Kosmetiklinie kann es je nach Bedarf und Verträglichkeit dosiert werden.

Gerade bei der Behandlung von Akne ist es ein großer Vorteil, dass es äußerst gewebeschonend ist. Das Öl ist eines der wenigen wirksamen Hausmittel, die auch ohne Arztbesuch und Rezept problemlos erhältlich sind.

Tipps zum Kauf

Beim Kauf ist darauf zu achten, ein hochwertiges Produkt zu wählen. Die Herstellung des Öls ist relativ aufwendig, sodass beim Kauf ein paar Euros mehr einkalkuliert werden sollten. Leider gibt es auch billigere Varianten, welche mindere Qualität bieten. Die Inhaltsstoffe sind hier nicht in ausreichender Konzentration vorhanden, sodass die Wirkung dieser Produkte im ungünstigsten Fall gleich Null ist.

Am besten ist es, dieses aus biologischem Anbau zu wählen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass unter Bestandteil „Melaleuca alternifolia“, also die Bezeichnung für den australischen Teebaum, gelistet ist. Echtes Teebaumöl muss zudem einen mindestens 30%igen Anteil an Terpinen-4-ol enthalten und der Anteil an Cineol darf nicht mehr als fünf Prozent betragen.

Der Vermerk „100 % naturbelassen“ sollte ebenso der Verpackung entnommen werden können. Da die Anwendung in den letzten Jahren sehr populär geworden ist, kann man Produkte zwischenzeitlich in gängigen Drogeriemärkten, in Apotheken und Reformhäusern erwerben. Im DM beispielsweise erhält man das australische Öl aus biologischem Anbau in reiner Form.

Auch die Kette Rossmann bietet dieses an. Hier kann man das Öl auch online bestellen. Außerdem ist mittlerweile im Internet hochwertiges Teebaumöl in unzähligen Onlineshops und Apotheken erhältlich. Die Lieferung erfolgt meist in wenigen Tagen.

Aufbewahrung

Bei der Aufbewahrung ist darauf zu achten, dass das Öl luftdicht und lichtdicht in dunklen Flaschen verschlossen gelagert wird. Unsachgemäße Lagerung kann zur Oxidation der Inhaltsstoffe führen. Das hat nicht nur die Verringerung der Wirksamkeit des Öls zur Folge, sondern kann auch das Risiko des Auftretens einer allergischen Reaktion fördern. Länger als circa ein Jahr sollte Teebaumöl generell nicht gelagert werden. Weiterhin bleibt Teebaumöl gegen Pickel eines der beliebtesten Hausmittel überhaupt.